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Dieö beftreite id) ! ©enn eö ift bie jefjt in biefer SBejiebung meiftenä ein 3eber feiner eigenen ©ingebuug übertaffeu geblieben. 9{bgefeben »ou ben t(jeorettfd)eu Siegeln, mit benen man ben unfunbigen Anfänger abjufpeifen furf)te, iji bie Äunft bee prac» tifdjen 3"fd)ntibenä faft gar leiner atigemeinen Stege! unterworfen gewefen. (§3 war meine 'Aufgabe bie practifd)e 3"fä)iteibe» fünft mittelft plaftifdjer unb geometrifd)er fünfte in eine einheitliche Crganifation jit bringen, wa£ für größere ®efd)äfte ben 35ortbeit bat, baf) nad) bem bier aufgeftetlten Sftaffpfteme berjenige mit ©icberbeit jufebneiben fann, weld)er felbft baß" 9)iaß nid)t genommen bat. Um 3rrtbümern öorjubeugen f^abt id) am Snbe einen flan entworfen, nad) wetd)em alle am menfcblid)cn Äörper öorrom= menben SJteffungen in beftimmte gädjer gebraebt werben fönnen, ml$t (entere in biefem spiane ent[)atten finb. Jafel 1, gig. 20. £>as aufmertfame ©tubium biefes {(einen Sßerfcö wirb mit ©id)er£)eit jur golge b^ben, bafj ber erfahrene gadjmann mandje neuenbecEten SBortbeile barin ftnben unb bag ber Anfänger barin rctd)tid)eä Material in leid)t »erftänblid)er Sßeife bearbeitet, antreffen wirb, um ibn ju einem ben Slnforberungen ber gegenwärtigen 3ett genügenben 3uM'ieiber ^eranjubitben. Pie o)nutöfimn bes menftyütyen £ötpets. ©errad)tet man ben menfd)ltd)cn Dberförper, mit» jwar ben Jttumpf beffelben, »cm ©taubpunfte ber gjtaftie, fo erfd)eint er in feiner ©runbform aU geftumpfter Regel ober Gt)linber, er möge geftaltet fein wie er wolle. Solan benfe fid) jum 33eifpiel eine fünft(id) bargeftellte menfd)lid)e gtgur otjne Äopf nnb 2trme unb in ber Saide burd)fd)nitten ; ein fo 6efct)affenev Stumpf, gebaut ober mlrflid), wirb bic SHic^tigfcit obiger Sefyauptung bartl)un. Diefer Stumpf fann jebod) in breieriei ©eftalt erfdjeinen, unb jwar : (S r ft e n s, als geftumpfter, aufredet ober fd)tefftet)enber Äegel, wenn einer normal gebauten 9>erfon ange^örenb, beren Dberweite gröfjer ift als bie SaiUenweite ; 3 w e i t e n S, als geftumpfter, aufred)t ober fd)iefftet>enber .Regel, wenn er einer eorpulenten $erfon angehört, wenn Dber= weite Heiner ift als bie Unterweite ; D r i 1 1 e n s, als geftumpfter Solinber, wenn Dber« unb Unterweite gleid) finb. Sine anbere ©runbform ift ntdjt benfbar. 2öäre nun ber menfd)lid)e Rumpf ebenfo glatt unb eben wie ein geftumpfter .Regel ober @t)ltnber, fo wäre es ebenfo einfad) unb teid)t eine anfdjliefjenbe £üfle für tb,n ju conftruiren, wie es bei einem .Regel ober einer Solinberjone ber Sali fein würbe ; 2ld)fel unb 2lrmlöd)er würben bie alleinige SSerfdjiebenljeit btlben, unb ber auf bem SEifdje ausgebreitete ©toff jur Mumpfbelleibung würbe einem Sßiered mit 2lrm[od)auSfd)nitten äfynen. Da jebod) ber Stumpf eine unebene 2lufjenpd)e ()at, alfo örl)öljungen unb Vertiefungen enthält, fo müjfen mit ben ©efeijen ber Äugeljone für bie ©runbform aud) nod) anbere @efe£e in S?erbinbung fommen um eine unebene Rumpffyülle aus ebenen (Stoffen fyerftetlen ju fönnen. Unb ba ift es benn junäd)ft bie Äugeljone unb bie Ralotte ober ©d)ettel, weldje für SBölbung in Setradjt fommen ; benn jebe SBölbung bilbet einen Jljeü biefer ober jener, beren genaue Sonftruction ober Sau ber Äreis»Dreiecfmeffung angehört. 3ßir tyaben jebod) nur nötfyig uns biefes infoweit 3U bebienen, als ifyre ©efetje unfern ßweden förberlid) finb unb il)re Rujjanwenbung bie fraglichen fünfte für uns löft. ©ben befjfjatb erwäd)ft uns aber aus biefen Fragmenten ber ^Trigonometrie eine eigene, nur auf ben menfdjlidjen Rörper anwenbbare SBiffenfdjaft, bie id) barum mit bem Warnen bejeid)net (jabe. Das SSTlajjneljmen bilbet einen ber wid)tigften gactoren berfelben unb ift bejjljalb mit ber größten ©enauigfeit unb ©orgfatt aufjufüfyren, weil bie Sonftruction ber 3eitf)itung unmittelbar baöon abfängt. Ss muffen baljer burd) bie einjelnen SSTleffungen bie wirflict)en Sängen» unb 2ßeitenöer|ältniffe beS ÄörperS genau ju 3iffern gebracht werben, ofyne Rüdfidjt auf bie jufällige Sefleibung beffelben ober auf gewünfd)te SOlobeform ju nehmen, benn biefe gehören bem ©ebiete ber gagon=3eitf)ttung an, wä^renb bie ßonftruction es lebiglid) mit ben gormen bes RörperS ju tt)un Ijat. .Rennt man aber bie Sängen unb 3Beiten=DimenfIonen bes Äörpers unb bie feiner Steile unb ©lieber genau, fo fann man bie erforberlidjen Sängen unb SBeiten irgenb einer S!Jlobeform mit ebenfotrieler ©idjertyett gehörigen DrteS anbringen, als wenn man ben Äörper genau umfdjließenb ju befteiben l)ätte. 9Jcan fjalte baljer unter allen Umftänben an ben tyier unb in ben nädjften Paragraphen aufgehellten Regeln jum SUlafj» net)mcn feft, uub neljme ftets bas ganje bafelbfl »orgejetdjnete SUlafj, aud) wenn ber Runbe nur ein 33einfletb ober eine SBefte beftellt; benn burd) nur ttjeilweifes 9Rapne|men entbehrt man nid)t allein ben ©efammtüberblid ber 33erl)ältniffe ju einanber, fonbern fömmt aud) fyäufig in bie Sage, bie feljtenben SJJafje fpäter nadjnefymen ju muffen, wenn injwifdjen ber Sebarf für ein anberes ÄteibungSftüd eingetreten ift ; unb bieS ift fd)liefj(id) jeitraubenber, als wenn gleid) im anfange eine öoUftänbige 5)Jeffung »orgenommen wirb. Um 3rrungen ju öermeiben, ift ftets bie red)te ©eite juerft ju meffen, unb bie linfe nur bann, wenn eine fid)tbare 33cr= fdjtebenljeit ber oeiben ©eiten bieS nott)Wenbig mad)t. gerner ift aud) bie l)ier angenommene unb »orgefd)riebene Reihenfolge genau ju beo6ad)ten, um bei ber Steinfdjrift eines SRaf^faljeS feinen get)ler ju machen. Dbgleid) in mändjen gällen bas SJcafj fixerer ju nehmen ift wenn ber Äunbe fid) feines RocfeS ober feiner Dberfleiber entlebigt Ijat, fo ift es bod) aud) wieber in ben meiften gällen ju inbelicat, bieS ju »erlangen, weil es tt)n geniren bürfte ; beftjalb $aht id) benn aud) »orgejogen über ben 5Rod ju meffen, was natürlid) nid)t ausfd)liefjt, bafj in gewiffen gätlen bas 5JJafj aud) o^ne SRod, b. ^. über bie 2ßefte genommen werben fann. 3n legerem gaüe ift 6ei ber Gonfhuction natürlid) bie erforberlidje 3u9a^e ^tä ©toff=3SolumenS ju »eranfdjlagen. gür fd)iefe unb budlige 5)erfonen ift es abfolut not^wenbig, bas SWafj über bie SBefte, nad)bem ber 3tod abgejogen, ju nehmen, um ben Äörper unb beffen Deformitäten gehörig fennen ju lernen ; benn tyäuftg ftnb bie Db" erffeiber für »erwad)fene 5)erfonen ganj jwedrotbrlg unb unlogifd) conftruirt unb wattirt ; unb man würbe gleid)fam im ginftern tappen, wollte man über ein foldjes Äleib bas SWafj nehmen. SKan t)at alfo bei foldjen g)erfonen mit jwei »erfd)iebenen Körpern ju t|un. S3e»or man jum gWafjne^men fctjreitet, ift ber Stnjug bes Äunben möglid)ft in Drbnung ju bringen. Die Setnffeiber bürfen jum SBeifpiel nid)t über bie Ruften herabhängen, unb ber SRod ober grad muffen jugefnöpft, bürfen aber nid)t »erfd)oben fein, »ud) mufj möglid)ft »ermieben werben, über ein aus biden ©toffen gefertigtes ÄleibungSftüd bas 9Ka§ ju nehmen ; am beften eignet fid) ju biefem S^ät ein Sud)rod ober grad, wenn aud) nid)t ganj genau für ben Äörper paffenb : benn burd) Umlegen bes ©ürtels wirb bie richtige Safis für bas «Wafjne^men bennod) gefd)affen. greilid) ift in folgern galle gröfjere 55orftdjt nötfjig, als bei einem gut paffenben 9?ode. 2td)te ferner barauf, bajj berjenige, »on Sem man bas 9Jcap nehmen will, feine gewöhnliche Haltung annehme, benn wie bas 9Jcajj genommen wirb, fo fällt ber ©ig ber Äleiber aus. SBurbe bas SSJiag 5U einen Äleibungsftüde bei. nadjläfjtger .Spaltung genommen, fo wirb ber ©tf? berfelben nid)t 3ufriebenftellenb fein, wenn es «er bem Spiegel unb in aufrechter Haltung angepaßt wirb, 3" einem äf)Kltd)en 9tefultate würbe es führen, wollte ber Äunbe beim -Utafs nehmen eine }u grabe Haltung annehmen, bas gefertigte Äleib würbe il)m nid)t gefratten eine ungenirte 23ewe= gung ju machen. 23eibe gälte würben jur Anfertigung einer untletbfamen ©arberobe führen. 9Jcan seranlaffe begfyalb ben Äunben, son bem man baf 9Jcafj nehmen will, eine fefte aber bennod) unge5wungene Haltung anzunehmen. 3ft bies gefd)eb,cn, fo tecit man ben Seibgürtel bergcftalt an, ba{j bie £l)eilungsplatte auf bie 9U'tdennaf)t ju liegen tommt, umfdjliejjt mit ben beiben @nben beä" ©ürtels, bidjt über bem öüpftenoorfprunge, bie Saide ; unb tnbem man mit ber linten Jpanb bie beiben Snbe fäjjt unb fd)arf an^iefyt, begiebt man fid) nad) üorne, legt mit ber redeten Hanb bas Ijafenlofe Snbe unter bas mit. einen H^ten serfefjene unb fdjtiefj t ben ©ürtel. .Spat fid) wäbrenb biefer Operation bie platte bon ber 97citte bes Hintertbeifs »erfeboben, fo räett man biefelbe wieber in i^re Sage unb genau in ben Xailtenfdjlujj. 9Jcan bemerfe bann ©eiütfwirbel, 2(rmtiefe, »orne an ber ©ebne bes 2lrmes. SMe SBeidjenbreite ift bie SRitte am Hüftenpunfte. Sa« 9Jcafjnefjmen im ungemeinen mujj ftets genau unb fnapp gefd)e£)en, benn übrige Sßeite, wie fte S3equemlid)feit ober 9)iobe «orfd)reibt, fann beim 3uf$neiben gan^ nad) 23e(ieben jugegeben werben. Allein für ein red)t bequemes 2lrmlod) ift.es grabe nötfjig, beffen ©ig gan^ genau ju rennen; benn ein weitet 2trmtod), weldjes' falfdj placirt ift, ()inbert bie ungenirtc Bewegung nad) allen Seiten bin. Siebt ein cft'unbe bequeme Äteiber, ober Weidjen feine SBüufcbe »on ber allgemeinen 9tegel ober Ufance ab, fo uotire man fidj bies jum 9}cajifalpe, um ftets beim 3nfdj"<;ibeit baran errinnert }u werben. £>as 9)cafjnel)= men muß fo lange geübt werben, bis es objie 2(nftojj mit Seid)tigteit unb ©id)erl)eit, Stegan} unb ©djnelligteit »on Statten gebt. Um namentlid) bie fd)nelle Ausführung ju erleichtern, laffe man bie (Eintragung ber 9Jca§fäge, welche man wäbrenb ber Opera» tion bictirt, burdj eine 3Weite ^panb bewirten. Ss erfpart bies bie Hälfte ber 3eit unb beförbert audj bie Sicherheit bes 5)fafj= neuntens. 3um 3roec*e bt» 9Jcaßnef)meiis unb 3eid)nens fann man fid) ber ßoü* ober bes Sentimeter=9)ca^es bebienen. 1. 9Jc e f f u n g . — 9tücfenlünge nebft SSerlängerung unb Sdjofjtänge. — 23om ©enidwirbef bis unten an bie Sbeilungsplatte bes Seibgürtels, 3rücfenlänge uebft 23erlängerung, »on ba ©djofjlänge. Seim Südlichen nimmt man bas erfte 9)cafj an ber flachen ©eite, bas jroeite über ben Dörfer hinweg bis unten an bie Jbeilungsplatte. 2. 9Jc e f f u n g . — 21 r m I a g e . — 23on beut Äreibepunfte, an ber 21rmfebne unter bem 2lrme b,inweg, über bie b,öd)fte SBölbung bes ©cbulterblattes bis $ur 9)citte ber fftüdenna^t. 3. 50c e f f u n g . — ■ SB e i d) e n b r e i t e . — 23on bem jlreibepuntte an ber £üfte bis' jur SJJitte bes Seibgürtels in wage= rerbter JRicbtung. 4. W ef fung. — ©ei te n l ä n g e. — 23on bem Äreibepunfte an ber 2Irmfebne bis junt $üftenoortritt, unten an bem Seibgürtel unb ber treibe. 5. ÜJI e f f u n g. — 9t ü ä e n b ü ft e n = 8 ä n ge. ■ — S3om ©enidwirbet in febräger ^tidjtung über bie ©cbulterblattwöl= buug nad) bem SBeicbenbreitenpunfte, an ber Jpüfte befinblicb,, unten am Seibgürtel unb Äreibepunfte. 6. gjJeffuitg. — 3? o r b er bü ften» San ge. — 25oiit ©enidwirbel über bie 2ld)fel in graber 9?icbtuug binweg, bei fem 2(vm »orbei, bis auf ^en .püftenpuntt am Seibgürtel unb ber Äreibe. 7. Wt e f f u n g. — 21 d) f e l = $ ö f) e. — 2>on ber S^eiluitgsplatte, unten an ber laille über bie ©d)ulterwölbung unb 2(d)fe( in graber Stidjtung t)inweg, beim 2lrme »orbei biö jum .f>üftenpunfte an ben Seibgürtel unb ber treibe. 8. 9)c e f f u n g. — 23 r u ft » 23 r e i t e. — 23on bem Äreibepunfte an ber ©e.^ne, in wagereeb^ter 3?id)tung, über bie 33ruft nacb bem gegenüber beftnblicb,en Äreibepuufte an ber anbern 2(rmfeb,ne, welches angejeieb^net wirb. 9. «Uteffung. — 9t ü den* 23 r ei te. — 23on ber 93citte bes Hinterteils bis ,}um .„^reibepunfte am 2frmc. 10. 9R e f f u n g. — Sllenbogen = Sänge. — 9)ian »eranlaffe ben Äunben ben red)tcn 2lrm in borijontafer 9tid)« tung fo iu galten, bafj berfelbe am 9tüden fowobl wie am gllenbogen 2Bin!el bilbet, unb meffe »on ber SKitte ber Stüdennafyt bis jum Sllenbogen. 11. 9)t e f f u n g. '— 2t r m I ä n g e. — 9Jieffe »om gllenbogen weiter bis jur ^anbwurjel. 12. 9}t ef fung. — 21 r m (od)»U m f a n g. — 9Jcejfe gan$ genau um bie 21rmfugel berum. 13. 9)i e f f u n g. — 0 a u ft w e i t e. — 97ceffe fnapp quer über bie Änöd)e( ber geballten Sauft. 14. 9R e f f u n g. — © r o 0 e D b e r w e i t e. — ©ceffe treisförmig, bidjt unter ben 2trmen, in (jorqontaler 9tid)tung, unb berübre babei bie fyödjften 2Bötbungen ber 23ruft fowo&t wie ber ©d)ulterblätter. 15. 931 e f f u it-g. — D6er w e.t t e. — Äreismaf . Siefe Oberweite ift unterhalb bes 9todes unb nur über bie SBefte in nebmen, um ju wiffen, wefd)er 2Irt bie SJBattirung ober Std'e bes Äleibungsftücfes war, über weites 9)ca§ genommen würbe. Xejjbalb ift bauptfädjlid) barauf 3u ad)ten, tag bas 97iajj wäbrenb bes 9}ieffens nidjt bon ber böcbften SCölbung ber @d)ul= terblätter berabgteite. STian lüfte ben 9?od über ber 9tüdenpartbie reiAiicb, um bas äTcaj? bequem unb fo boeb wie möglid) anlegen ju fönnen. SBäbrenb man es unter ben 2lrmen binbureb^iebt, nimmt es oon felbft bie bori}ontale 9ticb,tung an unb bleibt auf ber böd)ften 2Bölbung bes Schulterblattes eb.er haften. Ueber bie 23ruft mu§ es ebenfalls in mögliebft öori^ontaler 9tid)tung taufen unb babei beren pd^fte SDölbung berü&ren. 16. 9Reffung. — Taillenweite.— 9}Jeffe treisförmig um bie Saide bid)t über bem £üftenöorfprunge. Sllle auftragenben galten frnb >,u befeitigen, bod) barf bie 97ceffung nid)t 311 tnapp gefd)eb,en. 17. SR e f f u ii g. — Jpüften-becfen weite. — Stimm ein fireiämoi in horizontaler Stiftung über bie böcbfte 3ööl= bung beä £üften»orfpruttgc3 etwa jwei Bot! unterhalb bed Jaillenfrcifcä. 18. UReffung. — ©efäjjbecfenmeite. — ÄretSmajj in horizontaler 9iid)tung über toie bödjfte SBölbung beä ©efäßeö hinweg ju nehmen. 19. SReffung. — j u r äöeftc. — "i? o m ©enidwirbcl an bie Sänge unb ©bawlöffnung. 20. ffl c f f u u g. — 31 c u § e r e Sängeber Seinfleiber. — Seitenlange. Stadlern man fid) unterrichtet wie hod) bie Seinfleiber gewünfebt werben, lege man banad) bftS ^ap über ben £üftenttortritte an, notire genau bie Jpö£>e, »on ba nieffe in graber iWicbtuiig bis jur Äniefdjeibe, marfire ben Setrag, Ijalte baS Wa$ an ber £üfte feft unb meffe frei hinunter bii jur <3oljIc- 21. 9JJ ef fu ng. — 3nnere Sein l ä n g e. — Sei biefer 9fteffung ift ber Äunbe ebenfalls ju fragen, ob ba$ Seinfletb im ©djrifte fd)arf ober (oder (igen foti. Danach, legt man bas s3Jc*a§, weldjeS man jroifdjen SKittel* unb 3ci9eft"9T nimmt, im Schritte an unb mifjt hii Jur ©oble. ©oll baö Setnfleib )um Stetten beimißt werben, fo nimmt man ba$ Sftajj bei etwa« weiter Seinftellung, woburd) man bie nötbige Sänge erhält. 22. sKeffung. — Taillenweite ber Seinfleiber. — Äretömajj unterhalb ber SBefte. 23. SWeffung. — D b er f d) e n f ei we i te, redjts unb tinf«. — Äreiämafj bid)t am (Spalt unter bem ©efäfj hinweg in horizontaler 9tidjtung um ben vedjten Dberfdjenfel fterum, wobei barauf ju feben ift, bafj nidjtä Seträglid)ei3 in ben Iafd)cn ber Seinfleiber fei. Die linfe Dberfdjenfelwette ift wie bie redete ju meffen. 24. 9)teffung. — Änie= unb S© a ben weite. — Äreiämajj über bie -fjödjfte 3BöIbung ber Äniefcbeibe btnweg, unb über bie I)öd)fte 2Babenweite 25. SSI e f f u n g. — f$ u £ w e i t e. — Slliptifd)e3 Äreiömafj um ben guf, welcher nad) 3orm unb 9Wobe ju bef leiben ift. grRfitrnttjj ber gtftra-ijJJledfang unb beten ^nfjeicßnnnjj. . Um ben aii #auptregel aufgehellten Sftafjfal} fo einfach, unb furj a(3 möglieb, barjuftellen, war e$ nötljig, biejenigen DJief» fungen barauö Ijinwegzulaffen, welche nur in gewiffen feltenen fällen gebraucht werben. Dies finb bie ©amafd)en ober3Baben= bcinfleiber, beftebenb in Äreiemcffungen beö Unterfdjenf tU. 9JJan nimmt biefelben beäbalb nur im gaHe beö Sebarfä, unb notirt fie ejtra. So finb bieö fpecicü : Sfteffung ber Äniefcbtenweite, um bie bünnfte «Stelle be3 Äniegelenfeö ; ?9Jeffung ber SBabenweite über bie l)öd)fte SBölbung berfelben ; SWejfung ber Änöd)elwette bid)t oberhalb ber $nöd)el ; SReffung ber £acfen wette um ben ülbfalj unb baö gufjgelenf in ber gufjbtege Ijerum ju nehmen. ^rßfärnng ber ptopotüonakn Sontfructton ber ptober-^ei^nuttgen. 2lfle 3eid)nungen biefeö Sernfyftemg finb nad) bem öiermal »ertleinerten BoHmaf gezeichnet; bie Angaben unb Sefdjrei» bung finb fo Mar unb beulüd) gemacht, baj? feber 3wWneiber ganj biefelbe Ueberfid}t I)at, ali wenn bie 5)cobeI=3citf)nungen in sJcaturgröfjen aufgeführt wären. Sei ©rEIärung biefer Sonjiruction fyahm wir unö ,5U fragen, mdfye Sebingungen gehören baju, um bie 3t'cb,n"n9 }» einer Äörperbefletbung a(ä eine normale ober proportionale anfe^en ju fönnen? Normal be}eid>net ben Segriff ber Siegel« mäf igfett ber natürlichen Sauart, weldje burd) feine ^emmenben Sinflüffe in ihrer ©ntwidetung geftört werben ift ; proportional hingegen ift beseitige Jbeü eineg ©anöen, welcher ^u biefem in richtigem Serhältniffe ftet)t. <3inb tiefe Sebingungen in einem Äörper öereinigt, fo ift ein foldjer normal proportionirt ju nennen; unb bieä fann bei einer bidbäuebigen ^erfon fowol)l wie bei einer fcblanfgebauten ber $a\i fein. SBann unb worauö ift ^u erfennen, ob biefe Sebingungen in ber Son|rruction einer 3eicb,nung für bie Sefleibung beö menfd)lid)en 9tumpfeg erfüllt finb ? Sßenn bie ©lieberung fo einfad) unb b,armonifd) ift, bafj baö ©anje auö gleichförmigen einjelnen Steilen jufaminengefe^t werben fann, unb in biefer 3ufcw.roenfei3uug einen barmonifchen Sinbrud macb,t, gleid) einem 3?ierede, bau ftd) mittelft berfdjiebener Diagonallienien in gleichartige Dreiede jerlegen fäfjt. got»(lructtott für ben t»er|"^oßenen ^ötpetUn. Die Sonftruction unb Fertigung eineg Äleibungöftüdeö für einen Äörper, weiter in feiner (Sntwidelung geftört' unb öerfdjoben unb baburd) mit einem £öder behaften worben, bilbet ob,ne3weifel einen ber fd)wierig(ten ©egenftänbe ber Sefleibung unb benoch gelten für ihn biefelben Regeln ber Dreiedmeffung wie fie bei anbern Äörpern in Jlnwenbung fommen. Die« wirb burd) bie 3eid)ttung bewiefen. Sßenn wir ,^ur ^örberung unfereä 3wedeä einen Südlichen genau betrauten unb ihn öeranlaffen feinen SRod abzulegen, fo werben wir bemerfen muffen, bafj wir eö mit flwei febr oerfd)iebenen Äörperhälften ^u thun baben, welche jebe für ftch gemeffen unb conftruirt werben muf. (Sä muf? aber unfere Aufgabe fein, bab,in ^u arbeiten'., baf? bie förperlichen ®ebrcd)en burd) bie Äleibung mögliebft »erbedt werben, wa$ l)auptfäcb,licb; babureb, gefchiebt, ba§ bie febwächere Hälfte burd) 5öattirung ber ftärferen in ber äußeren (Srfcbeinung nahe gebracht wirb. Dieö wirb bem SIrbeiter burd) bie gegebene Differenz iwifdjcn gutter unb Dbcrftoff erleichtert. : , ,, .» «.»».^ ■*m §onßwti0tt «in ben w.enfä)ftfyen £ötpet ndjiig ju ßcftfetöctt unb ttadj bem ~2Ua$(al}e ju jeidjtten. Sesor wir öum 3eid)itett [djreiren, muß id) nod) bemerfen, baß jctcv 3ufd)neiber ftd) beim äJcafjneljmen ganz genau ben Körper unb feine, Stellung unb fiigenbeit anfefyeu muß. Set einem normalen Sau beträgt bie 3tücr'cnbrette ftets ben fünften Jfyeit ber Oberweite. Sin brettgebauter Körper fyat eine größere 9iüdeitbreite. 9iotire beim s))caßfat;e genau jebe »orfommenbc Äörperftedung, b. f). ob normale Siütfenbreite, ob burfiid), ob »orgebogener ober jurüdgebogener dürfen. SBenn fotd)e 5Jottjen oortiegen, fo fjat man nid)t lange nadjzubenfcn wad man für einen Körper zu betreiben bat. 3ebe ©runbzeidjnung muß auf bem Rapier conftruirt uttb als Patrone jitr SRadjjetdjnung auf bem Stoffe benugt werben ; benn Rapier ift weit billiger atö felbft ber geringfte Stoff; ift bcfHjafb öfonomifdjer unb fann fd)neller zugefd)tütten werben. Der Südentbeil ift bei jeber 3etd)nung (nad) ber gorm bes Oberförperä) juerft ju entwerfen. 3«'» 3lnl)alh5punftc fann bienen, üa$ bie normale Sftüdenbrette ein günftel ber Oberweite beträgt. 3m gälte eines Körpers mit »orgebogenem 3iütfen läßt man ben 9)Jcftrbctrag an ber 9lüdeu= nabt über bie Stnie treten ; bei jurüdgebogenen Sd)itftertt, wo alfo ber Stütfen febmäler ift wie ein günftel ber Oberweite, wirb baS Stüdentbeil in ber Sfflitte gebölt wie taö vDiaß es angiebt. (£ s fefgt ein 5äaf?fal$ für <3ftß. 5, 6, 7, 8, 9. 9türfen(änge 17* 3»ü, Verlängerung ü', Sdjoßlängc 32', Slrmlage 1 1 i', 2Beid)enbreite 8J', Seitenlange 8i', 9tüden= büften»Sänge 20*', Sorberbüften=Sänge 21', 2Id)feff>ölje 32', Sruftbreite 1.6t', fftüdenbreite 7£', Sdenbogen=Sänge 21', 2lrm= länge 32', 2lrmlod)4lmfang 17', gaüftweite 11', ©roßc Oberweite 381', Oberwette 36}', Saidenweite 32', Jpüftenweite 35', ©efäfjbedenweite 37*/, £atstod)weite 171'. SrftenS. Sbe wir ^it ,5eid)ncn anfangen, ift bie Oberweite einzuteilen in 5 lt)eüe, >5 in 3 Jfyeile, & in 5 Steile. Diefe Siutljeitungen ftnb bie normalen Serbältniffe ber 9iüdcn=Sretten unb ber @rf)öb,ungett am Jpalfe. 3 W ei t e n S. Die Slrmlage ift 11* 3»tt, t»ic Sßetdjertbrate 8} 3otl ; 8} »onll^Iafjt 3£ ; biefe in balb geseilt 1 1 ; bann wieber in brei Ifyeile geteilt lägt J^. 3eid)ne ein Sierecf im Serijältnifj ber Jftüdenlänge unb Oberweite ; fange an A — JRütfenlänge an ber fenfrcdjten Sinie bes Siereds — 17 1J2 3od ju marfiren an T nebft Verlängerung L ; »on T nad) N 1 5J8. 9)iar£ire zngleidj bie Jaidenbrette nad) ber 9)cobe ; Don ba nad) R 11J12 ju marfiren. 3'^>e eine 2tnie »on A nad) T auf 9-htttft N ; »on A nad) B 1J3, nad) H 1J5. 9hm lege bie JRüdenlänge 17 1J2 an T ; marfire bie Seitenlange 8 1J4 — D bis H — in l)atb geteilt, unb in brei Xljeite geteilt. 3Son T nad) H 1]2 O, »on D naä) OO, 1J3. 3iff>e """ »o« ^en fünften ber fentredjten ßinte, wagered)te Sinien, bann lege bie 5iüdenbreite an D, DD unb audj an OO, CC. 3'e^e Sinien an ben fünften wie auf ber Sftobel» 3eid)nung marfirt; jeid)ite bie gefällige gönn ber Sldjfct am Jpaf^lod), an ber Seitennaijt, am -^intertbeile, tb,eile bie 3ld)felnat6 am £intertl)eiie in 3 Steile unb fccjetdjne bie fünfte : ben erjten mit FZ, ben ^wetten mit F. Sffun lege bie 3lrmlage an D. 9cad) FF ftnb 11 1J2 3oU, nad) M (bie Sruftbreite) 8 3J4. 3"$^ eine fenfred)te Sinie Don ber Slrmlage ff nad) ber Saillen« linie FF; »on ba nad) U 1J4 Oberweite. 3ei^)I'e fine Sinie »on U nad) M, fenfreebt, 1J3 ber 3ld)felbreite in fdjräger Sdtd)» tung ; »on ber Slrmlage FZ nad) H ift bie $alsSlod)(age bes5 SSorbertbeiftf. Sege H beö Jpi nterrljeils auf H am 95orbertf)eile. Sege baöSBorber&üften Sängenmaß in febräger Stiftung nad) unten jur Saide bd FF; wie audj öon A am .Pnntertfyeile, oben über bie SBötbung nad) unten auf bie SEattte bei FF, bie Staate abgeregnet. Sege baö gtücfenbüften^Sängenmaf »on ber Slrmlage FF nad) H unb A. ©en Setrag tbeite in 5 Sfkile ; 2J5 bason ftnb bie 2ld)feltiefe, 2J5 1J10 Z ftnb bie ^alölod)« tiefe, 1J5 }um 2trmlod)formen an ber Seljnc V. Steile ben Setrag von DD nad) FF in brei Jljeile; bason gehört 1J3 »on DD nad) E. 33on E wieberum jieb^e eine fenfred)te Sinic. Sege baä Sßeid)enbreiteitmag an N, red)ne bie 9täb,te am £inter= unb Seitenteile ab unb meffe Big ,^u bem fünfte FF. So »iel wie ber Stoff nod) ^u weit ift, wirb bei E auägejetdjnet. 5Die 3ld)felbrette am ^intert^eil wirb mit ber £al0lod)breitc H am SSorbertbeil, ($al(3lod)lage H), jufammen angelegt. 3et^)ne nad) ber 2ld)feltiefe eine Sinie ; lege baö 3ld)felb,öt)enmag, 32 3oll, bei FF unten an ber Saide an, jtelje eö bei ber 2lrmlage sorbei nad) F, Sorber« unb F J?tntertl)eit3=2Jd)felbrcite unb aud) nad) N unten am - man hört banit wohl bie 2teuße= riiug : „AÜr folgen faMedUcu SBudjg tji fein orbentücber 3todf \u fertigen." 3dj fcinn nur fogen, baß derjenige, welcher fo fpridir, feinen Ülod 511 machen oerftebt. ©ewöbn(id) wertien bie ©djiiße unabhängig »om Sorbertfeeile gejeiefiner; bieö ift aber eine falfdje prar.ic ; beim wie bie ©eiteunabt nid)t ohne Anlage t>e^ JJMnterHjeilS rid)tig geieid)nct werben fann, fo and) fann fer »dwß nid)t ohne älnlage tti SSorbercfeeüS eonftruirt werten. Der enge ©d>oß ift bauptfäd)lid) berienige, welcher bie meifte 2lufmcrffamfcit erforbert. 'Siebe gig. 8. pic ^teuungspiutitfe bet fiodi- unb ;3fratuf(8ö||c. (So werten eine fcnfred)te unb eine wagercd)tc Stnte gejogen. 21 n ber fenfrechten Sinie wirb bie Sänge angegeben; an ber wageredjten : etjlenä bie J&itftenweite, bann bie ©cfäßbedcnweite an ber #üftentoette. SS wirb uom £intertbeile nach 33er» bältuiß abgeredntet, bann wirb ber 2?orbertfeeil »orne angelegt unb ber £intertt)eil feinten, woburd) ber @d)oß formirt wirb. ©oll fierfelbe eine beträglid)ere Söeite baben, fo jeidjnet man hinten feöfeer, oberhalb ber Sinie, unb erhält baburefe einen weiten ©djoß. SBeiin grafffdjojj ift baffetbc wie bei einem engen ©d)oßc 3U beobachten, ©er 2lu$fcbnitt richtet fid) nad) ber 9Wobe. Siebe gig. 8. |)ie gonftatctioK öcs Jiermcfs. Um einen guten gaü becs SIermetö bei rufeiger 2trm(age ju bewirten, ift cd erforberlid) bie 2lrme richtig ju befteiben ; unb um bieg tbun ju fonnen finb folgeube SKeffungcn erforberlid) : bie 2lrmlänge feid jum Süenbogen, biö jum Jpanbgelenf ; ber 2lrmlod)umfang unb bie gauftweite. Den 2lrmlod)umfang tbeile in 1J2, in 4 ifeetle, in 16 Jfeeile, in 32 Sbeile. Oege bas Sttaß an bie fenfrcd)te Sinie, marfire A 1J32, nad) D 1J4. 3iefee eine wageredjte Sinie öon D nad) G 1]4, nad) DD 1J2, bon DD nad) F 1J16. Scge ben 3'rfel auf G unb DD, unb jeiebne bie Äugel. gormire nad) ber SOcobel* jeiefenung ben übrigen Jfeeil. Der SKermel ift nad) ber normalen Äörperform gejeidjnet ; wirb bie 2lcfefel breiter gefteüt, fo wirb son ber 2lermelfuge( nad) SSetfealtmß abgezeichnet, gig. 9. pte fonfituettott 6er Riefte. Die SBeften werben in äfenlicfeer SBetfe gcjeidjnet wie ber Stod : ber Sorbertbeil nad) bem Jpintertfeeile. Sei betn SSorber» tfeeil tritt am Jpaldtod) bie Sldjfelfpt^e mit. 1J9 ber JpaIö(od)lage näfeer an ben £al~g, unb ber 1J9', mit weldjer bie 33orbertbeit» 2Id)fe( türjer gefteüt wirb, wirb unten an ber Sänge wieber jugegeben. Daä Strmlod) wirb aud) mit 1J9 metjr auögefcbnitten. 2Baö bie Dbcrweite, bie SBrujterwetterung uebft ben 9täbten anbetrifft, beobachte bie beim 9iod gegebene Siegel ; nur ijt ju bemerfen, ba§ weiter fein 9Ke6r6etrag für Änöpfe unb Änopflöd)er nötfeig ift. Sag Slnbere riefetet ftd) nad) ber SOfobe. ©iefee g«g. 10. ptc gonfirttdtott bet ^aCetot-^elietjteJjer, ^äntef von Derf(f;te5cttct Jitt, auf ^tttttb bet %o&-*gattone. 23enn ber S^^^ ben 9J?afjfa^ beä Sdocfeö beöjenigen Äunben feat, für wclcfeen ein ^atetot=Ueberiiefeer, SJJantel, -peterine ober 9labmantel gemaefet werten foüen, fo ift nur nod) baö sJ)Jaf? ber .^atöweite über ben 9todfragen ju nefemen, fowie bie ßänge. @o öiet wie bie grofje Oberweite bie SRüdenbreite weiter angiebt, ebenfosiel ift ber ^intert^eit am Jpatätodje feöfeer jti fteüen ; unb fo »ie( wie nad) ber 1J5 älnnafeme bie Differenz jwifrfeen ber großen unb ber normalen Dberwtite beträgt, fo «ic( wirb aud) bie SJorberacfefel (äuger gefteüt ; aud) tritt bie ipalBlocfefpi^e feöfeer an ben $ati, bie Slrmlage öor, unb aud) wirb bie SBruft breiter, ©enauere SÜttftration giebt bie Wobeljeicfenung gig. 47 unb 48. Die ©reite beö ^intertfeeifsS jum Jpaöelod beträgt 1J4 ber großen Dberweite, unb 1J3 bason ift bie .£>at0tod)breite am 'otntcrtfeeüe. @o oiet bie große Oberweite nad) ber „1]5" Sluffteüung größer ift, ati bie normale Dberweite, fo »iet tritt ber •öintertfeeil feöfeer am £alölod)e. Daö 2lrm(od) ift auf ber 3eicfenung mit 9IermeI unb ofjne kennet bargefteüt. Die Jpalbpeterine wirb üornc am SSorbertfeeite wie aud) im Jpalslod) angelegt, unb wäferenb fie in btefer Sage ift, wirb gronte unb ^)a(glod) gejeiefenet, aud) bie SBeite wirb jugfeid) angegeben. 2(n ber ^aTälodjfp'i^e am SSorbertfeeite ift ber $unft, 5on wo auö ber 3irfelfcfe(ag gebogen wirb, wie gig. 47 bejeidjnet. @ine featbweite Pelerine ift nad) ber iRod^fatrone ,ju jeid)nen. Die .«Mntertfeeileibreite ift ber 1J4 ber großen Dberweite, unb lj3 beö 1J4 ift bie $a(ä(ocfebreite beö |)intertfeeilö. 2ßenn bie Pelerine feine große SBeite feaben foü, fo treten 23orbertfeeil unb .'öintertfeeii im Jpalöiodje mefer auöeinanber. ~ Der 3wictet, »eldjer ftd) am £aMod) iwifefeen 23orber= unb ^tntertfeeil bilbet, wirb in 1J2 getbettt, unb eä wirb in ber sDcitte eine Sinie marfirt, wetd)e fo feod) aufwärts gefet, baß fid) ein furjer Dreied bilbet, wie bei gig. 54 be^eiefenet ; »on biefem fünfte wirb ber 3irfeifd)iag ber Sänge auögefüfert. SBaa SKanteI=f eierine anbetrifft, fo wirb bie £tntertfeei(£tänge berfelben marfirt ; bann tfeeile bie ^atgtodjweite in fed)S Sbeiie. 23on A nad) B lj6, nad) C 1]6 ; son B fenfreefet nad) D 1J6 ; »on D wagered)t 1J18. 23on ba 5iefee ben 3irfet= l"d)iag naefe ben angegebenen Sängen. Das* ßateifod) öorne wirb naefe bem 93orbertfeeitc bcö SUiantelä gewidmet. Drei »er» fefeiebene 3eid)nungen enthält gig. 55. §on(iructton eines IWetots mit l^eferine, bie äugfetd) Hermef Btfbet. §te^e §ftg. 49 unb 50. Dicfer Ratetet wirb nad) ber Dlodjeicfenung eonftruirt unb feat eine Dberweite »on 29 3oü; bafeei ift W bemerfen, baß bie SRüdenbreite ben vierten Jbeil cer Dberweite auömacfet unb baß berfelbe am Jpatö(od) feöfeer gefteüt wirb. 2luf ber OTobei» Zeichnung |lnb bie Sßeiten» unb Saiüenlängen angegeben. So wirb bie Sänge ber Pelerine marfirt, ber «Rücfentfeeit aufgelegt, bie 2(cbfeifteüung angezeichnet, ber ©orbertfeeit »orne angelegt, bie nötfetge 2ßeite an ber Angel zugegeben, fowie auefe »orne bie SBeite 2tm §inte.rtfeeife ber ^alSfocfefpiöe ift ber Punft be« 3irfelfd)fage<5 ber Pelerine. \ f ■ii PLATE 2 ATREATISEmthc MEASUREMENTorwc HUMAN BODY ,nvC»tedby WILHELM SELLE CHICAGO ILL / V tr/ \\ r\f—JL * J ns 31 1 |>te gottlfeitcttott hex ^kinßfriber. Söie es »erfcfytebene Dberförper gormen giebt, ebenfo »erfd)icbentlid) fiub aud) bie Seine geftaltet. Sebeuteube Slbwet« jungen »on ber Siegel finben ftatt in ben 3?erl)ältniffen 6er Sailie ;}u ben £üften, bei ten ©efäfj bcdcn«, Dberfdjenfet«, Ante», Söaben« unb gufjroeiten. SBer »on benfelben fid) nid)t unterrichtet, für ben ift es eine Unmöglid)Eeit ein gutftgeubes unb bequemes Seinfleib ju äetd)nen. Ss nmg ju biefem 3\vedt ein genaues sDcafj fein, welches angiebt, wie bie Seine geftaltet finb; bies wirb oorjüglid) burd) bie »erfcbjiebenen Sängenmafje erreicht. Sitte Sffcafje für Seinfleiber werben in berfelben Sßeife genommen, wie bas ber Taillenweite. SBas bie ÜJiobeform ober bas befonbere Sertangen bes Äunben anbetrifft, fo werben folcfye Specialitäten befonbers notirt. Slufjerbcm muffen bie »erfd)iebcnen Sauarten ber Seine genau gemeffen unb notirt werben. So giebt beren fünf: 1. grabe; 2. Dberfd)enfel nad) Singen gewölbt, im @d)ritte ge()ot)lt; 3. bie Änie im Schritt jufammen unb unten bie güfje auSeinanberftebenb ; 4. bie Unterfdjenfel nad) Slufjeu gewölbt; 5. »om Sdjritt bis }u ben Änbdjetn Siförmig. gig. 57, 58, 59 unb 60. Pas W*fe eine» ^etnRfcibes. gidje gfig. 18 unb 19. Seinlänge »om £üftenpunfte bis ans Änie 24, ganje Sänge 43, innere Seinlänge 33, Taillenweite 30, £üftbedenwcite 35, ©efäfjberfenweite 37£, Dberfdjeufelweite, red)ts 21, tinfs 22, Änie 15, SBaben 15*) ganje Sßette 18 3olI (1 3oIt ijofytuug). £>ie 3eid)nung bes Sftobels gefd)iet)t auf Rapier, weil baffelbe fid) jum 3cicl)nen Keffer eignet ; aud) faun man, wenn ber «Stoff geftreift ober gewürfelt ift, bie Jpintertiofe genau nad) bem Streifen legen. |>ie geidmuttg t)ex l&oxbexfyofe. gfig. 18. 3ieb,e eine fenfred)te unb eine wagered)te Sinie, lege bas SETiafj bei A fenfred)t bis ans Änie C, 24, bie ganje Sänge D 43. 3nnere Seinläuge »on D nad) B 33. Steile bie Saiden«, .£>üftbeden= unb ©efäjjbedenweiten, jebe für fid) in 4 Sbeile, bie Dberfd)enfetweite in 8, in. 16, tn 24 Steile. ßkl)t bei A, B, C unb D wagered)te Sinien. 9tun lege wageredjt 1J4 ©efäjj« bectenweite »on Anad) I; »on Ijurücf nad) F, 1J4 Saittenweite. Sinie B: nad) P 3J8, nad) G 1J8; »on G prücf nad) S lf24 Dberfdjenfclweite. Ctnic D : nad) E 2J8, nad) M 1J16, £)berfd)enfetweite. 9?un jielje eine Sinie »on E nad) P ,51t ber wage« redjten Sinie, unb »on M nad) S eine Sinie. Stimm eine 3ii"lMfpannung »on G nad) P, nad) K unb nad) OO. 3e'd)ne ben Schritt aus unb formire bie innere Seinlänge »on G fenfredjt nad) ber wagered)ten Sinie C. 2)a bie Seite, wo bie SefdjledjtStfyeite liegen, ftärfer ift, fo wirb biefe Seite um fo »iel Weiter im Sdjritt bis nad) ber Staille (»ertaren) gejcidjnct, wie Die SOcobeljeidjnung es angiebt. Ss wirb nun bie 1J4 £üftenweite »on A nad) B, C unb D angelegt, gormire bie Seiten« natr;. SBenn ber Stoff ©along Ijat, fo wirb ber Setrag an ber $inter()ofe mcl)r gel)ol)lt. Set einem galtenbetnfleibe wirb bie Bette an ber Seite zugegeben. |>ie Jlrt^wuitg bex ^itttcrljofV. 9ftan beginnt ebenfalls mit einer Sinie an ber Seite, unb marfirt bie fünfte A, B, C unb D, nad) ber Sorberl)ofen* Sänge. Wan nimmt bie b,albe ©efäjjweite, rennet 1J4 SBunbweite ab, ben übrigen 23etrqg legt man »ott A wageredjt an uub marfirt B. 9Jcan legt unten bie 33orberf)ofeu=23reite an D nad) M uub marfirt. Segt Sinie E unb I auf M unb L ; legt ben SBinfel an P unb G; jteljt fenfred)t eine Sinie wie aud) wagercd)t eine Sinie jur Sdjrittlänge; 1J4 ber Dberfd)enfelweite unb Schrittweite »on P über G. SUarfire ben SJetrag, fo aud) ben Setrag »on P nad) A unb aufwärts. 33ercdjne bie f)atbe 5üftenweite nebft ßu^abt ber 9Ml)te in ber Sage ber lüften ; »on L wirb eine Sinie nad) G gejogen. 3ft ber 33etrag ber Jpüftenweite im S3ergleid) jur SSunbweite 3U grog, fo wirb ein Sugon auSgefd)nitten, wie auf bem SKobcl angegeben. «Run ,^eid)net man bie $interl)ofe im Schritt nad) ber 53orberf)ofe. 33on C nad) D in brei Steile ; jwet 2f)eile »on I nad) unten, wo man bie SBeite beftimmt. SKait jte^t eine Sinie nad) unten, giebt bie untere Sßeite »on D ju (wagcredjt) ; beftimmt bie Änie» unb Sßabenweite. 33on ber Sd)rittnal)t nacb, C bei B ; bie Gberfd)enfelweite nebft 3ugabe ber 9>cäl)te in ber ©egenb bes ©efäjjeS ; bie ©cfäf weite nebft SnQabe. 9fUn forme bie ^>interl)ofe wie bie 3J?obel3eid)nung es angiebt. gig. 19. Sei »erfdjobenen Seinformen tjat man bie Stelle ju bemerfen, wo fid) bie ^)öl)Iuug jeigt, unb ben Setrag beffelben abjured)nen unb an ber entgegengefe^ten Seite ber Krümmung wieber jujugeben. SBenn bie Seine »om Änie nad) unten fdjräg auseinanber ftel)en, mufj man bie f)albe SÖeite, weldje baburd) jwifdjen ben Änöd)eln gebilbet wirb, an ber Slufjenfeite febes Seines ber Seinffeiber jugeben. Sinb bie Seine in entgegengefe^ter Sßeife abnorm geftaltet, fo ift eine ber oben ange= gebenen entgegengefegte Operation erforberlid). Sig. 57. JHe §0nftxnction bex ^amaffyen, Ux$e$eßt bnxty §fig. 56. Sege bas Sängenmaf an bem fünfte an, bis ju bem bie ©amafd)e £)inauffommen foü, unb bemerfe benfelben mit treibe A. Son ba bis ans Mnk B, Sßaben C, Änödjel D, ganje Sänge E. Son tiefen fünften jiel)e wagered)te Sinien; an A Sdjenfetweite ; BÄnieweite; C SBabenwcite ; D Änöd)elweite; L ^padenweite am Slbfage unb gufjgelcnf in ber SußBiege f)erum. Sljeife bas 5Wa§ bes Su§gelenf«Umfanges in 3 Steile, in 15 Steile, in 30 Steile. 9^un 3ief)e eine fenfred)te uub eine wagered)te Sinie, lege bie balbe Scbenfelweitc an unb marfire. Son ba jiefje eine fenfred)te Sinie hinunter. 5«un jeieftne bie Sängenmage »on A nad) B, nad) C, nad) D unb E. Son E uotire nad) D. 3ief;e wagered)te Sinien: 1J3 ift 3wicfellängc ; 1J3 3nutfel&o£)e. SonD nad) E 1J15, 3]15, unb 1J15, 1J30. SBageredjt bie Sänge 2J15, 3J15. Sege in fd)räger 9tid)tung »on bem Slbfag nad) bem gufjgefenfe ben falben Setrag beS guggelenf« umfanges an. Änöd)elweite, SBabenweite, Änieweite, Sdjenfelweite. 9Jun forme bie ©amafdje. 9Jact; biefem «Kaffage ift febe Strt ber ®amafd)en ju jeidjnen. ESSBBSH 'S zi h. ak A . «, .' • T— 11 '■-fför *" W'Va, •mm ^TO^>: ^I-^"v-^:;^::: ^•Ö> : irö ?"^orv tei'nn^R BÄÄ,-»'V'VAAn :'" a • ■;»■■ "■'■ a', r. ^ ■> * • ' A«. :■ ^.i? : . . ! äaa iiÄ.Ä^— :>^a^_^ . ' /A^ ESSÄS? '^^iÄ^^' ...» ■ ( '¥"5 Äil «iwrcs^ Ä'A rai& •■■■ -. " i lvvA ^ -aa.. ".* -V/v. -.» /v: wp- -■'»*.. '" ^-/%v -^WA- ^^ca^^aV^/ ■ ">^aaa tftäiifö&iA ß ^ -\AA - » A, . ^ ^ " ?. ft : A 1 ' a ' ^mJirWm mmmmmm ■ms§m0mm - ^ ■ ' i» ' r. 'P-P / !A o£a-;£u \-A7K wym. a ':^ÄW^^^Avftr^.^v;^ WA/»"»1 miMB AA.^a »*-;^aa i^ölS A'.-^AA^ S?Ä^a.,&,1 ,«:-AA, .«K-AÄAilife«« W*Ä;^¥t* J^UjtWJ M to ^"^0A> ,Bg» AaA.amAA, M,:.aäM afoW AAWJwiKA/ WaV*'«^ ^«■^ ;V»w!'?: Ä^~',P*A- *a ^a ■> vÄAaa^a « "A*. 'M* AaAa« '- - - - - Aa' irA*,nAAi« • ..- ??;:: 10' A^^/OA i'iAAAA^AAAAArA? ^nriKi,! &9M^mmm fimwwKkw" *aaa^ Ä^S6fe)L a- :■ AA i £'i A.A A « v T* A*AA AS 'n^pAAr. ' ' A fln/ AA«^AAt ■ . ■ AA -.'■ AAA! ^ >A ' ,A ^.'..H.-'- -■ . .. - ^QA^A,A.Ar^A:^A;.; \ Äs